Buch auf hellem Hintergrund

Warum du dein Sachbuch nach seinem Cover beurteilen (solltest)

Hallo, bist du noch da? Oder bist du schon wieder abgeschweift, weil du auf LinkedIn gerade eine Kontaktanfrage bekommen hast, dein Messenger blinkt oder ein Freund oder eine Bekannte dir ein Katzenvideo geschickt hat?

Du bist noch da? Super! Damit hast du mehr geschafft als die meisten deiner Mitmenschen. „Fokus“ lautet das Zauberwort. Und den haben wir heutzutage sehr oft nicht, weil einfach zu viel auf uns einprasselt: zu viele Informationen, zu viele Bilder, zu viele Nachrichten.

Dieses Phänomen macht leider nicht am Rande der Online-Welt halt, sondern zieht sich auch weiter ins Offline-Leben. Viele Menschen lesen im Bus, am Strand, in der Hängematte, auf der Couch … und haben ihr Handy daneben liegen. Manche sind vielleicht so gefesselt, dass sie trotz visueller und akustischer Ablenkungen weiterlesen und alles andere ausblenden. Andere jedoch – und ich wage zu behaupten, das ist die Mehrheit – lassen sich ablenken. Hier: eine meist schwarz-weiße Buchstabensuppe, die uns Konzentration abverlangt. Dort: eine Vielfalt an bunten Bildern, Tönen, Mitteilungen, Reizen …

Hokus Pokus – Fokus!

Was kannst du als Autor:in nun aber dagegen tun, dass dein Sachbuch im Kampf um die Aufmerksamkeit nachhaltig auf der Strecke bleibt? Nun, gegen bewegte Bilder kannst du höchstens mit einem Daumenkino anstinken. Doch du hast dennoch eine Menge Möglichkeiten, deine Leserschaft zu fesseln.

you are enough schrift

Wieso dein Buch ruhig einfach sein darf

Ein alter Hut, aber er passt immer noch:

„Keep it simple, stupid!“

Clarence „Kelly“ Johnson

Unsere Leser:innen möchten das, was wir ihnen zu sagen haben, schnell und leicht verstehen. Superschlaue Sätze lassen uns nicht superschlau wirken, sie frustrieren höchsten diejenigen, die aus unserem Sachbuch einen Nutzen ziehen wollen.

Das bedeutet:

  • keine Schachtelsätze (außer du bist Günter Grass)
  • keine spezifischen Fachausdrücke, die du nicht genau erklärst
  • eine einfache Bildsprache

Abwechslung für dein Buch

Wenn du alles, was du zu sagen hast, in einer einzigen Wurst aufs Papier setzt, wird ein großer Teil deiner Leserschaft deinen Ausführungen nur sehr schwer folgen können.

Daher: Lass Weißraum, füge Infoboxen ein, hilf dem müden Auge des Betrachters oder der Leserin dabei, sich mithilfe von kleinen Grafiken auszuruhen.

Gib gewissen sich wiederholenden Elementen ein ähnliches Layout und scheue dich nicht, das Layout an die verschiedenen Elemente anzupassen.

Ein Beispiel dafür siehst du hier – wobei es nicht immer bunt sein muss. Du kannst deine Botschaften auch dezenter gliedern – und dennoch eindeutig kennzeichnen.

verschiedene seiten eines buches
make it happen schrift

Weißraum im Sachbuch

Lass dem Gehirn, aber auch der Fantasie, genug Platz zum Abschweifen. Du musst weder jede Geschichte sofort auflösen noch jeden verfügbaren Platz mit einem Buchstaben oder einer Grafik nutzen.

In einer Welt voller Eindrücke ist manchmal das Schlichte, die Leere, genau das, was wir am dringendsten brauchen.

Man kann durchaus auch Seiten frei lassen, um den Lesern und Leserinnen die Möglichkeit zu geben, ihre eigenen Gedanken festzuhalten.
Ein Sachbuch lebt, wenn es Lesezeichen jeglicher Art, farbliche Markierungen, Notizen und Eselsohren hat.

Gliederung – der Boost für dein Buch

Gliedere deine Texte so, dass sie Sinnverbindungen eingehen. Ein Gedanke ist zu Ende? Dann gib ihm Raum – und mach einen Abstand.

So haben die Lesenden die Möglichkeit, an dieser Stelle einmal tief Luft zu holen und können danach weiterlesen, ohne den Anschluss zu verlieren.

Dieser Gedanke ist zu Ende. Ich hole mir einen Kaffee, und dann mache ich mit dem nächsten weiter. So habe ich auch Zeit, über das Gelesene zu reflektieren.

So, wo waren wir? Ah, …

kaffeetasse

Das Cover

Ja, und nun kommen wir zu dem Punkt, mit dem ich dir diesen Artikel schmackhaft gemacht habe: Das Cover.

Ich weiß ja nicht, wie das bei dir ist. Bei mir haben manche Bücher keine Chance.
Oder ich kaufe sie nur dann, wenn sie mir wirklich empfohlen werden.

Meine spezielle No-gos sind hässliche oder langweilige Cover, gewisse gedeckte Farben oder sogenannte „Ego-Bücher“.

Ich persönlich stehe beim Cover auf das Überraschungsmoment.
Das Gleiche gilt übrigens auch für den Titel: Einprägsam sollte er sein, gerne ein Wortspiel, und er darf eine Überraschung enthalten. Wie zum Beispiel das Sachbuch meiner Bekannten Regina Kmenta: „Was Sie von Dominas und Bestattern über Kundenbegeisterung lernen können“ 

Du siehst: Du kannst dein Sachbuch so gestalten, dass selbst Lesemuffel dranbleiben.

Und wenn du meinst, dass du das allein nicht schaffst, dann bist du herzlich willkommen, mit mir Kontakt aufzunehmen.

Gemeinsam mit meinem Team  stehe ich dir gerne zur Verfügung. Damit du das Buch bekommst, das du verdienst!

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Andere Fragen?

Du hast Fragen, die ich hier nicht beantwortet habe? Dann schreib mir bitte einfach übers Kontaktformular oder ruf mich an. Ich freue mich auf ein persönliches unverbindliches – oder gerne auch verbindliches – Gespräch!

Lisa Keskin

Lisa Keskin ist
Autorin, BuchMacherin,
Leiterin der Ghostwriting Academy
und  Schreibcoach

Ich freu mich über eine Nachricht!

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