Time for a change!
Was ich schlimm finde, ist, dass fast alle Resilienztrainer:innen diese Begriffe unreflektiert übernehmen, nur weil sie „in der Literatur“ so genannt werden. Ich persönlich finde ja, dass man „die Literatur“ neu schreiben sollte diesbezüglich!
Und ja, es gibt manche Autor:innen, die sich von dieser toten Sprache abwenden und ihr eigenes Ding durchziehen. Eines dieser Projekte darf ich aktuell begleiten, und das Buch wird noch in diesem Jahr das Licht der Welt erblicken.
Geh auf Zombie-Jagd!
Es gibt in jedem Metier solche Zombies. Und das Problem ist, dass du als Expert:in auf deinem Gebiet die eigenen lebenden Toten meist nicht mehr wahrnimmst. Weil sie dir inzwischen in Fleisch, Blut und Gehirn übergegangen sind. Vielleicht hast du manchmal beim Lesen deiner ein etwas schales Gefühl, aber du kannst nicht den Finger drauflegen, was dich stört.
Das Gleiche gilt natürlich ebenso für Social Media-Posts etc. Alle hassen Marketing-Sprech – und dennoch verwenden wir ihn alle ab und zu. Lass es, soweit es geht! Schreib lieber frei von der Leber weg, sche*ß auf Buzzwords, auf Cliffhanger und so weiter und bring Seele in deine Texte, egal, was du schreibst!
Und ja, man darf ab und zu auch etwas derber oder verrückt schreiben – sofern es zum eigenen Image passt. Auch hier ist Authi… Authezi… Auto… äh, AUTHENTIZITÄT wichtig. Erzähl Stories, schreib ruhig in einfachen Worten, nur lass die (Wort-)Leichen im Keller!