Überblick/Detail
Es gibt – extrem ausgedrückt – zwei unterschiedliche Wahrnehmungstypen. Einerseits die, die alles bis ins klitzekleinste Detail wissen müssen, um es zuordnen zu können. Man könnte sagen, die Erbsenzähler. Andererseits die, die einen Blick auf etwas werfen, sich mit Einzelheiten überhaupt nicht aufhalten, sondern nur wissen möchten, wie es im Groben funktioniert. „Danke, ich versteh schon, es reicht!“
Wenn diese beiden zusammenkommen, dann hilft nur ein gutes Nervenkostüm – oder das Verstehen, was beim anderen abgeht.
Und wenn diese beiden unterschiedlichen Menschengruppen auf dein Buch stoßen, dann wäre es fein, wenn du beide zumindest ansatzweise abholen könnten.
Zum Beispiel, indem du für die „Überblickler“
- Bulletpoints einbaust
- Kapitelgliederungen mit sprechenden Überschriften machst
- Zusammenfassungen am Ende jedes Kapitels einfügst
Für die „Detailisten“ brauchst du zusätzliche Infoboxen mit extra Zahlen, Daten, Fakten, Fußnoten, Literaturlisten, Quellenverzeichnisse und vieles mehr.
Die meisten von uns haben beides in sich – wie im „echten Leben“ gibt es auch hier selten eine Reinform. Wenn du selbst jedoch deutlich mehr in eine Richtung tendierst, dann solltest du das die Leser:innen auch vorab wissen lassen, um dir enttäuschte Rezensionen zu ersparen. Du kannst deine Zielgruppe einschränken, indem du z. B. im Klappentext darauf hinweist. „Dieses Buch gibt Ihnen einen guten Überblick über …“ oder „Hier erfahren Sie alles, was Sie jemals über … wissen wollten“.
Und gerade, wenn du in einem Bereich arbeitest, der dir ermöglicht, über dein Buch neue Kund:innen zu bekommen, dann ist es auf jeden Fall sinnvoll, dich so zu zeigen, wie du bist. Denn dann kommen Kund:innen, die dir Freude bereiten und denen du mit dem, wie du bist, Freude bereitest.